Sieg und Klassenerhalt für den SV REHA, oder nicht?
Es war das Finale der zweiten Bundesliga Süd. Die Meisterschaft stand schon fest, die Plätze im Mittelfeld verteilt und der erste Absteiger stand schon fest. Nur in der Partie des SV REHA Augsburg, gegen die 2. Mannschaft der Mainhatten Skywheelers, fiel noch eine Entscheidung. Wer würde neben dem Team aus Würzburg mit in die Regionalliga absteigen.
Die Augsburger konnten dieses Spiel mit 66:62 für sich entscheiden und somit die Klasse halten.
Es war das erwartet schwere Spiel, welches der SV REHA am vergangen Samstag in der heimischen Anton-Bezler-Halle, für sich entscheiden konnte. Nach einem schlechten Start für das Heimteam, lagen die Gäste mit 6:0 in Führung, bevor der SV REHA erstmals punkten konnte. Es folgten weitere 12 Punkte der Augsburger bevor Frankfurt mit einer Auszeit reagierte.
Die Gäste kämpften sich wieder heran und bis zur Halbzeit konnte sich kein Team wirklich mehr absetzten. Das Spiel war davon geprägt, dass beide Teams häufig die Defensevarianten wechselten und dadurch versuchten den Spielfluss des Gegners zu stören. Doch Augsburgs Spielertrainerin Birgit Meitner hatte die besseren Antworten parat und konnte ihr Team zu einer 35:30 Halbzeitführung verhelfen.
Nach der Pause behielt die Partie ihr hohes Niveau. Es war ein hochklassiges Zweitliga-Spiel, das die Zuschauer in der Halle zu sehen bekamen. Auf beiden Seiten konnten jeweils drei Spieler zweistellig Punkten, was für eine gute Wurfquote auf beiden Seiten spricht. Der weitere Spielverlauf blieb weiterhin spannend. Erst am Anfang des letzten Viertels konnte sich der SV REHA etwas absetzen und den Druck auf die Gäste erhöhen. In der zweiten Halbzeit war es vor allem die Defense des Heimteams, welche zu einigen wichtigen Ballgewinnen geführt hat. Erst in den letzen Spielminuten kamen die Frankfurter wieder heran. Doch Augsburg konnte den Vorsprung noch über die Zeit bringen. Das Team siegte verdient mit 66:62.
Es war eine geschlossene Teamleistung, die man wieder an den Tag legte und das Team um Topscorer Igge Heinrich belohnte sich für die deutliche Leistungssteigerung in den letzten vier Spielen. Es war eine schwierige Saison, in der man viele Steine aus dem Weg räumen musste, um ein positives Ende erreichen zu können. Dies ist nun gelungen!
Jedoch wurde die Stimmung direkt nach der Schlusssirene wieder getrübt. Die Frankfurter Trainerin Silke Bleifuss legte direkt Protest bei den Schiedsrichtern ein, die in der ersten Halbzeit ein technisches Foul gegen Frankfurt gepfiffen hatte. Grund dafür, war das die Frankfurter mit drei Frauen auf dem Feld standen und man sich nicht einig war, ob der Damenbonus nun bei allen drei Spielerinnen gilt, oder nur bei zwei. Die Schiedsrichter entschieden auf zu viele Punkte auf dem Feld. Dagegen läuft nun der Protest. Wie die Spielleitung sich nun entscheidet, ist noch offen. Daher gilt es wohl die kommende Woche noch abzuwarten bevor man einen entgültigen Schlusstrich unter die Saison 2011/2012 ziehen kann.
Für den SV REHA spielten: Igge Heinrich (13 Punkte); Albert Schweinberger; Natalie Simanowski; Thorsten Schmid (33); Rainer Schmelzer; Birgit Meitner (2); Max Grubmüller (14); Zacharias Wittmann; Laura Fürst (2); Doro Prang (2)